U18-EM: 7er-Junioren werden Achte
(Foto: Rugby Europe / Wojciech Szymanski)

U18-EM: 7er-Junioren werden Achte

Die deutschen U18-Junioren haben die Rugby Europe Boys U18 7s Sevens Championship im polnischen Zabki auf dem achten Platz abgeschlossen. Im Platzierungsspiel unterlag Rugby Deutschland den Vorjahresvierten aus Belgien mit 12:22 (7:10). Im Cup-Viertelfinale hatte man gegen den späteren Finalisten Irland trotz einer ansprechenden Leistung im zweiten Durchgang mit 5:24 (0:17) den Kürzeren gezogen.
 
In der schwierigen Vorrundengruppe war man im Auftaktspiel den physisch und auch spielerisch deutlich überlegenen Iren noch klarer, nämlich 0:33, unterlegen gewesen. Gegen die Ukraine im zweiten Vorrundenspiel agierten die Deutschen dann von Beginn bis zum Schluss sehr konzentriert und fuhren einen auch in der Höhe verdienten 35:0-Sieg ein. Und auch im letzten Spiel des ersten Tages gegen die klar favorisierten Spanier hatten die Trainer trotz einer 5:24-Niederlage ein phasenweise gut arbeitendes deutsches Team gesehen. 
 
Als bester Gruppendritter hatte die deutsche U18er dennoch das Viertelfinale gebucht, doch dort warteten erneut die bärenstarken Iren. Erneut zeigte man eine Halbzeit lang zu viel Respekt, doch nach der Pause hielt man merklich besser dagegen, verkürzte zwischenzeitlich sogar auf 5:17, auch wenn Irland am Ende noch einen Versuch zum 24:5-Endstand legte.
 
Für Unmut auf der Trainerbank sorgte dann die Partie gegen Tschechien im Halbfinale der Runde um die Plätze fünf bis acht. „Die Partie haben wir unnötig hergegeben, weil wir nicht gut eins gegen eins verteidigt und so viele Punkte zu leicht zugelassen haben. Von daher haben wir sicher eine bessere Platzierung in diesem Turnier in diesem Spiel verschenkt“, monierte Nationaltrainer Max Pietrek. Das deutsche Team hatte zwar einen frühen Rückstand gedreht, „erlaubte dann dem Gegner aber den Versuch zur 14:10-Pausenführung. In der zweiten Hälfte sah es dann so aus, als würde sich Deutschland für das Spiel um Platz fünf qualifizieren können, doch kurz vor Schluss erlaubte man Tschechien noch zentral einen Versuch, dessen Erhöhung dann für das 21:20 und damit für die Entscheidung sorgte.
 
Und auch gegen Belgien brauchte das deutsche Team zu lange, um zu seinem Spiel zu finden. Zwar hatte man zwischenzeitlich den 0:10-Rückstand in eine 12:10-Führung gedreht, aber Belgien zeigte sich unbeeindruckt, nutzte die Lücken in der deutschen Verteidigung und sicherte sich am Ende mit 22:12 den siebenten Platz vor den Deutschen.
 
„Wir hatten die schwerste Vorrundengruppe und im Vorfeld sogar befürchtet, wenn es schlecht läuft, sogar gegen den Abstieg spielen zu müssen. Aber am Ende haben wir doch nicht das erreicht, was wir wollten. Mit einem absolut möglichen Sieg gegen Tschechien wäre vielleicht sogar Rang fünf drin gewesen“, so Coach Pietrek. „Aber insgesamt kann man sagen: Gerade die Spiele gegen die Iren und das gegen Spanien waren eine wertvolle Erfahrung für die Jungs. Da konnten sie viel mitnehmen, wenn auch nicht direkt auf dem Platz umsetzen. Es liegt sicher noch viel Arbeit vor den Jungs, aber wir sind überzeugt, dass einige sich in Zukunft durchaus für das Herren-Team empfehlen können.“