Außerordentlicher Deutscher Rugby-Tag in Hannover: Satzungsänderung mit deutlicher Mehrheit beschlossen

Rugby Deutschland

Am 31. Oktober 2026 fand in Hannover der außerordentliche Deutsche Rugby-Tag statt. Im Mittelpunkt der Versammlung stand die Beschlussfassung über eine grundlegende Satzungsänderung zur Neuausrichtung der Organisations- und Führungsstruktur von Rugby Deutschland.

Ziel der Reform war es, die bislang bestehende Dualität aus zwei ehrenamtlichen Führungsgremien – einem drei- bis fünfköpfigen Vorstand und einem Präsidium – aufzulösen und die Verbandsstruktur dadurch klarer und effizienter aufzustellen. Künftig soll die haftungsrechtliche Gesamtverantwortung auf ein vierköpfiges Präsidium übertragen werden, das unmittelbar durch den Deutschen Rugby-Tag legitimiert wird. Die Unterorganisationen von Rugby Deutschland bleiben dabei weiterhin durch ihre jeweils gewählten Vertreter im Gesamtpräsidium vertreten. Damit sollen Zuständigkeiten eindeutig geregelt, Entscheidungswege verkürzt und die Handlungsfähigkeit des Verbandes nachhaltig gestärkt werden.

Insgesamt waren 866 von möglichen 2.191 Stimmen beim außerordentlichen Deutschen Rugby-Tag vertreten. Bei der Abstimmung fiel das Ergebnis eindeutig aus: Mit einer Zustimmung von insgesamt 87,1 Prozent wurde die Satzungsänderung und damit die vorgesehene Neuordnung der Verbandsstruktur mit der erforderlichen Dreiviertelmehrheit angenommen.

Das deutliche Votum ist ein starkes Signal für die strukturelle Weiterentwicklung von Rugby Deutschland. Mit dem Beschluss wurde ein wesentlicher Schritt hin zu einer klareren Führungs- und Verantwortungsstruktur vollzogen. Die Bündelung der Gesamtverantwortung in einem vom Deutschen Rugby-Tag legitimierten Präsidium soll künftig dazu beitragen, Entscheidungsprozesse transparenter und effizienter zu gestalten und die organisatorische Handlungsfähigkeit des Verbandes zu stärken.

Der außerordentliche Deutsche Rugby-Tag in Hannover markiert damit einen wichtigen Meilenstein in der Weiterentwicklung von Rugby Deutschland und schafft eine neue Grundlage für die zukünftige Verbandsarbeit.

Das Protokoll zum aDRT 2026 wird nach Fertigstellung ebenfalls veröffentlicht.

Fotografiert von Ulrich Karner

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