Deutsche 15er-Frauen souveräne Trophy-Siegerinnen
4th April 2026
Rugby Deutschland
Fotografiert von Rugby Europe

Rugby Deutschlands 15er-Frauen haben dank zweier souveräner Siege die Rugby Europe Trophy 2025/2026 gewonnen. Nach dem Kantersieg gegen Finnland besiegte das Phönix-Team nun auch auswärts das Team Schwedens deutlich. In der Trelleborg Rugby Arena stand am Ende ein verdientes 29:0 (19:0) auf der Anzeigetafel. Nach aktuellem Stand wird das deutsche Team aufgrund der Qualifikationsregularien zum Women's Rugby World Cup 2029 allerdings nicht in die Rugby Europe Championship aufsteigen dürfen.
"Das ist natürlich schade", so Nationaltrainer Pierre Mathurin. "Wir haben getan, was wir tun konnten, der Rest liegt nicht in unserer Hand. Wenn es diese Saison nicht möglich ist, dann werden wir auch in der kommenden bereit sein, um den Aufstieg zu spielen. Heute mussten wir uns aufgrund des Wetters taktisch ein wenig umstellen, aber das hat auch super geklappt. Schweden hat gut dagegen gehalten und es uns auch schwer gemacht, aber unsere Mädels waren in den entscheidenden Momenten da und haben konsequent gepunktet. Zudem muss man unterstreichen, wie sie defensiv wirklich bis zum Schluss alles in die Waagschale geworfen haben und wie gut sich die Wechselspielerinnen in unser Spiel eingefügt haben."
Das Phönix-Team übernahm mit dem kräftigen Wind im Rücken schnell die Initiative und fand auch früh den Weg ins Malfeld, als Kapitänin Mette Zimmat die Verteidigerinnen umkurvte und zum Versuch ablegte, den Charlotte Malaizier sicher erhöhte (2.). Die Schwedinnen hatten danach zwar auch einige Ballbesitzphasen, allerdings vornehmlich in der eigenen Hälfte. Die Angriffe mit den kräftigen Stürmerinnen, aber auch die mit der Hintermannschaft waren bei der deutschen Verteidigung jedoch gut aufgehoben. Und mit dem Ball in den eigenen Händen übte Rugby Deutschland direkt großen Druck aus, verpasste es aber in ein, zwei Szenen, punktemäßig schnell nachzulegen.
Nach einer Viertelstunde jedoch arbeitete man sich sukzessive näher an das schwedische Malfeld heran, und in der 18. Minute legte Lara Bürger mit langem Arm zum zweiten erhöhten Versuch und zum 14:0 ab. In der Folge leisteten sich beide Teams einige unnötige Handlingfehler, die Ballbesitz und vermeintlich auch gute Angriffspositionen kosteten. So wogte die Partie in dieser Phase eher im Mittelfeld hin und her. Doch die Phönixe schraubten noch vor der Pause den Spielstand weiter nach oben, als Johanna Hacker auf der rechten Seite freigespielt wurde, noch zwei Verteidigerinnen abschüttelte und zum Versuch ablegte (37.), der den klaren und ebenso verdienten 19:0-Halbzeitstand markierte.
Insgesamt eine erste Halbzeit, in der Schweden zwar beherzt angriff, aber keinen Weg durch die deutsche Defensive fand. Die RD XV hingegen nutzte gegnerische Fehler konsequent aus, hätte aber durchaus nach 40 Minuten auch schon höher führen können.
Nach dem Seitenwechsel und einigen Wechseln war es zunächst ein ausgeglicheneres Spiel. Deutschland gab einige Straftritte her, was mehr Ballbesitz und Raumgewinn für Schweden und harte Verteidigungsarbeit für die Phönixe bedeutete. Doch wieder war es in der 58. Minute Kapitänin Zimmat, die nach einem Ballgewinn zu schnell für die schwedischen Verteidigerinnen war und die ersten Punkte im zweiten Durchgang verbuchte.
Beide Teams griffen in der Folge engagiert und beherzt an, leisteten sich dann aber immer wieder kleine Fehler, die jeweils Chancen auf beiden Seiten zunichte machten. Doch einen Pfeil hatte Rugby Deutschland noch im Köcher: Sarah Gossmann lief mit der letzten Aktion und nach einer Passfinte über die Mallinie und stellte mit ihrem Versuch den am Ende auch völlig verdienten 29:0-Endstand her.
Punkte:
0:7 (2.) Versuch Mette Zimmat & Erhöhung Charlotte Malaizier
0:14 (18.) Versuch Lara Bürger & Erhöhung Charlotte Malaizier
0:19 (37.) Versuch Johanna Hacker
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0:24 (37.) Versuch Mette Zimmat
0:29 (80.) Versuch Sarah Gossmann
Schiedsrichterin: Mariam Goguadze (GEO)
Startaufstellung Rugby Deutschland:
1 Mareike Bier - 2 Catharina Rickel - 3 Leonie Fouquet - 4 Luise Lauter - 5 Leonie Vieth - 6 Salome Trauth - 7 Muriel Weigel - 8 Sarah Gossmann - 9 Charlotte Malaizier - 10 Lara Bürger - 11 Johanna Hacker - 12 Mette Zimmat - 13 Paula Schult - 14 Sofie Fella - 15 Manja Bechtel
16 Annika Bergemann - 17 Grace Patterson - 18 Melissa Paul - 19 Sophie Seifert - 20 Ronja Hinterding - 21 Yusra Abdelkarim - 22 Clara Tauschek - 23 Steffi Gruber
