15er-Frauen mit Kantersieg zum Trophy-Auftakt
28th February 2026
Rugby Deutschland
Fotografiert von Jürgen Kessler / Rugby Europe

Einen klaren und auch in der Höhe völlig verdienten 68:0 (29:0)-Kantersieg feierten Rugby Deutschlands 15er-Frauen in ihrem ersten Saisonspiel in der Rugby Europe Trophy gegen Finnland. Die Zuschauerinnen und Zuschauer im Heidelberger Fritz-Grunebaum-Sportpark sahen über 80 Minuten ein sehr einseitiges Spiel, in dem das deutsche Phönix-Team vor allem mit schnellem Spiel über die Hintermannschaft zu überzeugen und zu punkten wusste, während Finnland über weite Strecken kein Mittel fand und phasenweise förmlich überrannt wurde. Am 4. April geht es für das deutsche Team mit der Partie in Schweden bereits um den Trophy-Sieg.
"Wir können heute sehr zufrieden sein mit der Leistung der Mannschaft und für die Mädels, die zeigen konnten, was sie draufhaben und was eine gute Vorbereitung ausmachen kann. Das Ergebnis davon war heute klar zu sehen: Das Team hat seit November eine tolle Entwicklung gemacht", so Trainer Pierre Mathurin. "Wir konnten taktisch genau das umsetzen, was wir uns vorgenommen haben, haben das dann sogar in Unterzahl bis zum Schluss durchgezogen. Kompliment an die Mannschaft!"
Das deutsche Team war sofort im Spiel. Die ersten Angriffe der physisch agierenden Finninnen wurden gut abgewettert, und mit dem Ball in der Hand machten die Phönixe das Spiel schnell. Die Hintermannschaft um Kapitänin Mette Zimmat zeigte starke Läufe und brachte das RD-Team in gute Positionen. In der 4. Minute ging es zu schnell für die Skandinavierinnen, und auf der linken Seite gab Zimmat den Ball noch zu Sofie Fella, die den ersten Versuch legte. Finnland tat sich gegen die deutsche Verteidigung schwer, überhaupt Raumgewinn zu erzielen, und vor allem über die Hintermannschaft hielt Deutschland den Druck enorm hoch, konnte aber mehrere Chancen auf den zweiten Versuch zunächst nicht nutzen.
Nach 19 Minuten wurde aber wieder schnell umgeschaltet, wieder kam der letzte Pass von Mette Zimmat, der diesmal Paula Schult fand, die rechts durch war und den zweiten – diesmal auch erhöhten – Versuch legte. Und so ging es weiter: Das Phönix-Team hatte spätestens jetzt die komplette Kontrolle über das Geschehen, Finnland schien phasenweise überfordert vom deutschen Spiel über die Außenbahnen. Dort setzte sich die agile Johanna Hacker durch und markierte den dritten Versuch (25.). Nur wenige Minuten später nutzte auch Mette Zimmat eine Lücke für den schon vierten (32.). Johannan Hacker erhöhte noch vor der Pause auf 29:0 (37.) in einem bis dahin sehr einseitigen Spiel, in dem Finnland kaum ein Mittel fand gegen das deutsche Team, das die Gegnerinnen vor allem mit schnellem Umschaltspiel und der Hintermannschaft geradezu überrollte.
Rugby Deutschland machte nach Wiederanpfiff da weiter, wo es vorher aufgehört hatte: mit enorm viel Druck und den nächsten Versuchen. Aus dem Paket heraus kam der Ball zu Schult, die sich bis unter die Stangen durchtankte (44.), Johanna Hacker war einmal mehr nicht zu halten (47.), und in der 49. Minute war es mit Salome Trauth erstmals eine Stürmerin, die einen Versuch legte.
Deutschland wechselte kräftig durch, blieb aber komplett am Drücker. Grace Patterson fing in der 56. Minute einen Pass ab, machte ein paar Meter und legte dann auf Zimmat ab, die den Angriff mit dem Versuch vollendete. Johanna Hacker lief kurz darauf ein weiteres Mal sehenswert vorbereitet ins finnische Malfeld ein (60.). Und auch die eingewechselten Spielerinnen knüpften beinahe nahtlos an: Ronja Hinterding legte in der 64. Minute bereits den elften deutschen Versuch.
Aufgrund einer verletzten Spielerin, die nicht mehr ersetzt werden konnte, musste das Phönix-Team in den letzten knapp 20 Minuten in Unterzahl spielen. So kamen die Finninnen ein wenig besser in die Partie, kämpften auch bis zum Abpfiff. Doch in der Nachspielzeit war es doch noch mal Paula Schult, die den Schlusspunkt zum deutlichen und auch in der Höhe verdienten 68:0 setzte.
Punkte:
5:0 (4.) Versuch Sofie Fella
12:0 (19.) Versuch Paula Schult & Erhöhung Charlotte Malaizier
19:0 (25.) Versuch Johanna Hacker & Erhöhung Charlotte Malaizier
24:0 (32.) Versuch Mette Zimmat
29:0 (37.) Versuch Johanna Hacker
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36:0 (44.) Versuch Paula Schult & Erhöhung Charlotte Malaizier
41:0 (47.) Versuch Johanna Hacker
46:0 (49.) Versuch Salome Trauth
53:0 (56.) Versuch Mette Zimmat & Erhöhung Manja Bechtel
58:0 (60.) Versuch Johanna Hacker
63:0 (64.) Versuch Ronja Hinterding
68:0 (80.+) Versuch Paula Schult
Zuschauer: 900
Schiedsrichterinnen: Mariam Goguadze (GEO), Robin Callaghan (GER), Sophie Brakemeier (GER)
Startaufstellung Rugby Deutschland:
1 Mareike Bier - 2 Catharina Rickel - 3 Leonie Fouquet - 4 Luise Lauter - 5 Leonie Vieth - 6 Salome Trauth - 7 Muriel Weigel - 8 Sarah Gossmann - 9 Charlotte Malaizier - 10 Lara Bürger - 11 Johanna Hacker - 12 Mette Zimmat - 13 Paula Schult - 14 Sofie Fella - 15 Manja Bechtel
16 Annika Bergemann - 17 Grace Patterson - 18 Melissa Paul - 19 Sophie Seifert - 20 Ronja Hinterding - 21 Yusra Abdelkarim - 22 Clara Tauschek - 23 Steffi Gruber
