Wolfpack in L.A. noch im Aufstiegsrennen dabei
3rd May 2025
Rugby Deutschland
Fotografiert von World Rugby / Zach Franzen

Rugby Deutschlands 7er-Männer sind beim SVNS-Relegationsturnier in Los Angeles nach dem ersten Turniertag und zwei Spielen noch in der Spur und dürfen weiter vom Aufstieg in die Weltserie träumen. Nach einem überzeugenden Sieg gegen Irland zum Auftakt kassierte das Wolfpack anschließend jedoch eine deutliche Niederlage gegen das Team aus Uruguay. Jetzt sollte am morgigen Sonntag (21.12 Uhr deutscher Zeit) möglichst Kanada geschlagen werden, um sicher im Aufstiegsrennen zu bleiben.
Das Wolfpack machte gleich im ersten Spiel gegen Irland klar, wohin es gehen soll. Das Team verteidigte stark, agierte mit dem Ball in der Hand sehr konzentriert und in der Anfangsphase auch sehr effektiv. Vom Gedränge weg passte Niklas Koch zu Felix Hufnagel, der seinen Versuch auch direkt selbst erhöhte (3.). Und nur eine Minute später setzte sich Makonnen Amekuedi auf der rechten Seite durch und stellte den 12:0-Pausenstand her.
Nach dem Seitenwechsel blieb Rugby Deutschland das spielbestimmende Team, kontrollierte das Geschehen in allen Bereichen. Nach einem langen Kick von Koch erlief Amekuedi zwar den Ball, legte den im Malfeld aber nicht kontrolliert ab, was der Videoschiedsrichter korrekterweise monierte (9.). Im folgenden irischen Gedränge stahl Koch den Ball und legte ab, aber der Referee pfiff ihn zurück. Der dritte deutsche Versuch lag eigentlich in der Luft, gelang aber nicht mehr. Weil aber die Verteidigung gegen zudem recht fehlerhafte Iren weiter beherzt zupackte, fand auch Irland nicht wirklich den Weg ins deutsche Malfeld. Und so machte Felix Hufnagel mit der letzten Aktion den Sack zu. Er kickte einen Straftritt für drei Zähler durch die Stangen und besiegelte den hochverdienten 15:0-Auftaktsieg gegen Irland.
Gegen Uruguay im zweiten Gruppenspiel hatte das Wolfpack zu Beginn kaum den Ball in den Händen, während Uruguay seinen Ballbesitz geduldig ausspielte und durch zwei Versuche mit 12:0 in Führung gehen konnte. Daniel Eneke und Kicker Hufnagel allerdings hielten die RD VII mit dem erhöhten Versuch kurz vor der Pause aber im Spiel.
Im zweiten Durchgang besorgte Makonnen Amekuedi, der durch die Mitte entkam, mit dem zweiten erhöhten Versuch sogar die knappe Führung (8.). Doch danach gelang dem deutschen Team nicht mehr so viel. Im Gegenteil: Zu viele Ballverluste erlaubten es Los Teros, erst die Führung zurückzuholen und das Ergebnis in der Schlussphase sogar bis auf 36:14 in die Höhe zu schrauben.
„Das war am Ende natürlich ein Dämpfer für uns, denn wir hatten uns gegen Uruguay mehr erhofft und fühlten uns eigentlich auch gut vorbereitet. Aber insgesamt konnten wir in diesem Spiel die Physis nicht wirklich matchen“, so Coach Clemens von Grumbkow. „Dazu haben wir vor allem in der zweiten Hälfte zu viele Fehler und Ballverluste gehabt, die der Gegner sofort bestraft hat. Jetzt müssen wir das schnell abhaken, uns wieder auf unsere Stärken besinnen und dann morgen Kanada schlagen, um dann zu schauen, auf wen wir dann im Überkreuzspiel treffen.“
