U20-EM: Rugby Deutschland startet gegen die Niederlande
Beim Test in Belgien bekam man noch aufgezeigt, was jetzt bei der EM möglichst besser laufen sollte.

U20-EM: Rugby Deutschland startet gegen die Niederlande

Vom 6. bis zum 13. November werden im portugiesischen Lissabon nun auch die deutschen U20-Junioren ihre Rugby Europe Championship im 15er-Rugby austragen. Erstes Ziel des Teams um die Nationaltrainer Samy Füchsel und Timo Vollenkemper ist - wie zuletzt auch bei der U18 - der Klassenerhalt. Gegner zum Auftakt ist am 6. November die Niederlande.
 
Personell können die Coaches nahezu aus dem Vollen schöpfen. Nur wenige Spieler standen für dieses Europameisterschaftsturnier aus verschiedenen Gründen nicht zur Verfügung. Dafür gehören zum Kader auch einige Spieler aus dem deutschen 7er-Programm sowie aus der Bundeswehr-Sportfördergruppe. "Für die EM können wir wieder auf einige Leistungsträger zurückgreifen, die uns etwa bei der klaren Niederlage im Testspiel in Belgien zuletzt nicht zur Verfügung standen", freut sich Trainer Samy Füchsel.
 
Und das ist der Kader, der für Rugby Deutschland den Verbleib in der höchstmöglichen europäischen U20-Spielklasse sichern soll:
 
SC Frankfurt 1880: Makonnen Amekuedi, Finn Renken, Anton Rupf, Noah Porter, Carlos Heil, Jack Byszio
TSV Handschuhsheim: Tim Frauenfeld, Daniel Eneke, Bennet Veil, Marius de Giacomoni, Niklas Bechtel
TSV Victoria Linden: Cosmo Zymvragos, Hannes Adler, Finn Dieckmann
Hamburger RC: Hans Heinrich Koch, Alexander Galushkin, Nils Kanngießer
RG Heidelberg: Nick Hittel, Felix Meffert
RU Hohen Neuendorf: Angelo Galster
RC Aachen: Max Maurer
SC Neuenheim: Anton Troch
RSV Köln: Christoph Weissberg
SC Germania List: Jon Caister
Galwegians RFC (IRL): Edward Shekete
USA: Karl Römming
 
Auf Abruf: Rojan Attalay (FC St. Pauli), Lennard Arold, Sebastian Menges (SC Frankfurt 1880), Daniel Hiam (Young Munster/IRL), Philipp Nunheim (TSV Handschuhsheim), Cedric Eichholz (RG Heidelberg), Jeremie Küster (TSV Victoria Linden), Max Heid (SC Neuenheim), Nick Adams (RC Paderborn)
 
Das deutsche Team trifft im ersten Spiel, zugleich das Viertelfinale, am Sonntag, den 6. November auf die Auswahl der Niederlande. Je nachdem, wie diese Partie ausgeht, geht es dann in der Halbfinal-Runde dann entweder gegen den Sieger oder den Verlierer der Partie zwischen Portugal und Polen.
 
Auf die Form des deutschen Teams darf man durchaus gespannt sein. Dennoch hat man als Ziel in erster Linie den Klassenerhalt ausgegeben. "Wir haben gute Spieler und ein talentiertes Team, das aber eigentlich nicht oft genug miteinander trainieren oder auch spielen kann", beschreibt Füchsel die Situation. Deshalb gilt es für uns nur, mindestens einen der Konkurrenten hinter uns zu lassen." EM-Auftaktgegner Niederlande schätzt er als starke, physische und sehr gut eingespielte Mannschaft ein, die sowohl im Angriff auch als in der Verteidigung sehr gefährlich sein werden. 
 
Im Juni hatten sich die deutschen U20 Junioren in Basel mit einem eindrucksvollen 78:7-Kantersieg gegen die Schweiz für diese EM-Endrunde qualifiziert. Anfang September allerdings musste man sich spielerisch überlegenen Belgiern in Frameries mit 7:54 deutlich geschlagen geben. "Das Belgien-Spiel hat uns klar aufgezeigt, dass wir in vielen Bereichen besser werden und woran wir arbeiten müssen", so Füchsel. "Vor allem müssen wir effektiver im Angriff und kontrollierter in der Verteidigung agieren, um den Niederländern die Stirn bieten zu können."