Offene Sichtungen für Rugbyspielerinnen
Gibt es in Deutschland womöglich noch unentdeckte Talente, die künftig eines der deutschen Frauen-Nationalteams verstärken könnten? Auch darauf zielen die anstehenden Sichtungen.

Offene Sichtungen für Rugbyspielerinnen

Während am kommenden Wochenende in Heidelberg der Deutsche Meister im 7er-Rugby der Männer ausgespielt wird, können parallel in Heidelberg und Hürth Rugbyspielerinnen in einer offenen Sichtung auf sich aufmerksam machen und unter Beweis stellen, dass sie künftig eine Verstärkung für eine der deutschen Frauen-Nationalteams sein können.
 
Die Sichtungen richten sich ausdrücklich nicht nur an aktuelle, sondern auch an potenziell künftige Nationalspielerinnen. Bestenfalls finden sich auf diesem Weg neue Talente, die bislang vielleicht noch nicht auf dem Radar aufgetaucht sind. Und Spielerinnen, die schon im Blickfeld der Nationaltrainer sind, können so auf Basis der Ergebnisse Wege aufgezeigt werden, wie sie sich weiter verbessern können. Ziel sei es, insgesamt das Niveau der Nationalmannschaften zu heben und insbesondere einen sicheren Wettkampf auf internationalem Niveau sicherstellen zu können.
 
Unter der Verantwortung von Colin Grzanna, Cheftrainer Athletik/Medizin von Rugby Deutschland, stehen dafür einige Test zur körperlichen Fitness, aber auch einfache Übungen im technisch-taktischen Bereich auf dem Programm. Im Anschluss wird jede Spielerin anhand vorgegebener Kriterien individuell bewertet und bekommt ein entsprechendes Feedback.
 
„Wir haben unter anderem im 15er-Länderspiel im April in Portugal gesehen, dass wir in einigen Bereichen noch viel Verbesserungspotenzial haben. Dazu hatten wir im Verlauf dieser Saison überdurchschnittlich viele Verletzungen, was wir natürlich ernst nehmen, und wo wir natürlich auch die Verpflichtung haben, dem künftig vorzubeugen“, unterstreicht Colin Grzanna einen der Schwerpunkte dieser Maßnahme. Dazu wolle man auch die Basis an Spielerinnen, die den Anforderungen einer Nationalspielerin entsprechen, künftig breiter machen.
 
Nach den ersten offenen Sichtungen in Heidelberg und Hürth sind im August auch Sichtungen in der Region Berlin/Brandenburg und in Hamburg geplant.